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Absolut Cuba

Raúl Cañibano Ausstellung vom 17. Februar - 20. März 2022

Für den normalen Besuch während der Öffnungszeiten gilt bei uns aufgrund der Verordnung des Landes die 2G-Regelung inkl. (FFP 2-)Maskenpflicht.

Max. 30 Person gleichzeitig in der Galerie

Dem Enthusiasmus des österreichischen Verlages Edition Lammerhuber können wir uneingeschränkt zustimmen, der die fotografische Arbeit »Absolut Cuba« von Raúl Cañibano im letzten Jahr verlegte und wie folgt ankündigte: »Die ultimative Liebeserklärung von Raúl Cañibano – einem der begnadetsten Fotografen Lateinamerikas – an seine Heimat Kuba! Bilder von Tradition, Glück, Tragödie und Magie: Schöner, klüger, sinnlicher und besser kann man das Lebensgefühl der größten Insel der Karibik nicht fotografieren.« Folglich erschien das Buch auch in der Verlagsreihe »Visual Poetry« des schon mehrfach mit dem FEP European Book Prize of the Year ausgezeichneten Verlages.

Jetzt zeigen wir den Fotografen erstmalig in einer Ausstellung in Hannover.

1961 in Havanna geboren, arbeitete er erst als Schweißer in der zivilen Luftfahrt, ehe er seine Leidenschaft für die Fotografie entwickelte. Mittlerweile wurden seine Arbeiten weltweit ausgestellt, darunter in der Casa de las Americas in Madrid, im Royal National Theatre in London, beim Arles Festival in Frankreich, dem Nordic Light International Festival of Photography in Norwegen, im Frankston Arts Centre in Australien und in den New Yorker Galerien Robert Mann und Throckmorton Fine Art.

Cañibano überwältigt den Betrachter mit seinem besonderen Blick, selbst da, wo scheinbar schon alles bekannt ist. Im ganz normalen Alltag des urbanen Lebens gewinnt er den Motiven eine Magie ab, die oft ins Surreale geht. Das macht ihn zu einem der herausragendsten Fotografen Lateinamerikas und knüpft auf visuelle Art an die Literatur des magischen Realismus von Márquez und an die Malerei Frida Kahlos an.

Sein Werkblock »Tierra Guajira« ist die Würdigung des kubanischen Bauern. »Meine Absicht ist es, eine Lebensweise zu dokumentieren, die im Laufe der Jahre verblassen könnte, sowie die Veränderungen, die sich im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung ergeben«, sagt er über diese Arbeit. »Was ich erreichen möchte, ist, den Edelmut, die Vertrautheit und die Freundlichkeit der kubanischen Bauern einzufangen.« Das fotografiert er ohne Sentimentalität und Melodrama, aber mit einer gewissen Art von Ergriffenheit. Und daneben hat seine Arbeit auch einen anthropologischen Charakter, da er Leben und Bräuche dokumentiert, die mit der Entwicklung Kubas verloren gehen könnten. Nach Meinung der spanischen Kuratorin Mabel Llevat schafft es Raul Cañibano, »den Geist der kubanischen Nation in seinen Fotos festzuhalten, ihr Glück und gleichzeitig ihre Tragödien, ihre Traditionen und Sitten«. Und die 2011 verstorbene Kunsthistorikerin und Museumsdirektorin Erika Billeter sagte über seine Kuba-Bilder, »Er betrachtet die Wirklichkeit hinter Dunst und Schleiern und als Schattenfigur. Das macht den unwiderstehlichen Zauber dieser Fotografien aus.«

Gemeinsam mit Bildern aus den Serien »Ciudad«, »Fe por San Lázaro« und »Ocaso« lässt uns Raúl Cañibano das Herz und die Seele Kubas auf sinnliche Weise spüren. Seine Bilder sind Identitätsstiftend und wahrhaftig. Sie sind auch ein Bekenntnis Cañibanos zu seiner Heimat, das deutlicher nicht sein: „Kuba ist ein fantastisches Land für Dokumentarfotografie und jeden Tag danke ich Gott für mein Leben…aber nur, wenn ich für immer in Kuba leben kann.“ Eine einzigartige Liebeserklärung eines außergewöhnlichen Fotografen und Menschen.

002_T-001-Chambas-2017

007_T-009-Playita-de-Cajobabo-2005

015_Habana-2008

016_T-006-Vinales-2007

078_T-0026-Caibarien-2018