Past

Unresolved

Vernissage am 13. Februar 2019 um 19 Uhr Ausstellung vom 14. Februar - 24. März 2019

Fotos: Meinrad Schade

Seit rund 20 Jahren arbeitet Meinrad Schade an dem Projekt Krieg ohne Krieg. Im Gegensatz zur klassischen Kriegsfotografie geht es Ihm um Schauplätze, die sich in unterschiedlicher räumlicher und/oder zeitlicher Distanz zu den Kriegen befinden. Sein Fokus liegt nicht auf dem eigentlichen Kriegsgeschehen, sondern auf der Frage, wie sich ein Konflikt im Alltag zeigt. Gesichter und Körper, Landschaften, Dörfer und Städte, Straßen, Plätze und Wohnzimmer, Arbeitswege und Freizeitparks, Museen, Gedenktage und Theaterbühnen: Kein Bereich des Lebens bleibt von einem Konflikt unberührt – und das für lange Zeit.

Bis 2012 arbeitete er in verschiedenen Staaten der ehemaligen Sowjetunion an dem Projekt. 2015 erschien dazu sein Buch Krieg ohne Krieg.

2013 wandte er sich dann dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu und verbrachte bis 2017 rund sieben Monate im Kernland Israel und in den besetzten sowie annektierten Gebieten, das heißt, in der Westbank, auf dem Golan und im Gazastreifen. In dieser teilweise sehr angespannten Zeit, in der es fast täglich zu tödlichen Auseinandersetzungen kam, hielt er sich in Gebieten beider Konfliktparteien auf und bewegte sich zwischen den unterschiedlichen Gesellschaften, Wirklichkeiten und Haltungen hin und her.
Unterschiedliche Perspektiven auf die gleiche Situation wurden für Ihn zu einer realen Erfahrung.

Dabei versuchte er, die viel fotografierten Orte in Israel, im Westjordanland, im Golan und im Gazastreifen neu zu entdecken. In einer Endlosschleife aus Aufbau, Zerstörung und Wiederaufbau, aus Idee, Wille und Destruktion sind auch die Menschen gefangen, die in diesem instabilen Raum leben. Überall zeigt sich ihnen der Konflikt modellhaft in Symbolen, was gleichsam ein Skript vorlegt, nach dem sie sich verhalten. Auszubrechen scheint unmöglich. Durch Reaktionen und Gegenreaktionen, durch Bilder und Gegenbilder wird der Konflikt immer wieder neu befeuert. Über Jahrzehnte in die Köpfen eingebrannt, geben die sich gegenseitig ausschließenden Narrative den parallel lebenden Gesellschaften vermeintlich Halt. Das Gefühl ständiger Bedrohung bleibt aufrechterhalten, es gehört zur Raison d’être, der Konflikt ist ungelöst.

Meinrad Schade, 1968 in Kreuzlingen geboren, entschied sich 1996 nach dem Abschluss des Studiums der Biologie an der Universität Zürich für die Fotografie. Die Ausbildung zum Fotografen machte er 1997/98 im Rahmen der Gruppe Autodidaktischer FotografInnen (GAF) in Zürich und absolvierte 1999/2000 am Medienausbildungszentrum (MAZ) den Lehrgang für Pressefotografie.

Nach einer Festanstellung als Pressefotograf beim St. Galler Tagblatt machte sich Meinrad Schade 2002 als Porträt- und Reportagefotograf selbständig und trat der Agentur Lookat Photos bei. 2011 wurde er mit dem Swiss Photo Award sowie mit dem ewz.selection-Preis in der Kategorie «Redaktionelle Fotografie» ausgezeichnet. 2013 gewann er den n-ost Reportagepreis in der Kategorie «Fotoreportage». 2015 zeigte die Fotostiftung Schweiz in Winterthur die große Einzelausstellung «Krieg ohne Krieg», parallel dazu erschien die gleichnamige Monografie. Diese wurde beim Deutschen Fotobuchpreis mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. 2018 erschien das Buch «unresolved», das sich mit dem Israelisch-Palästinensischen Konflikt beschäftigt.

UNRESOLVED

23. Januar 2014. Rawabi, zwischen Ramallah und Nablus, Westjordanland. Im Showroom des riesigen Bauprojekts Rawabi steht ein dreidimensionales Modell der fertigen Wohnungen. Es handelt sich nicht um eine geplante juedische Siedlung, sondern um ein auf dem Reissbrett entworfenes Bauprojekt fuer das wohlhabende palaestinensische Buergertum. Engl.: January 23, 2014. Rawabi, between Ramallah and Nablus, West Bank. A three-dimensional model of the finished homes at the showroom for the major Rawabi building project. This is not a planned Jewish settlement, but rather, a planned community designed for the wealthy Palestinian middle class.

24. April 2017. Kibbuz Jad Mordechaj, Israel. Am Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum Jom haSho'a im Museum From Holocaust to Revival. Die Besucher betrachten ein Modell der Schlacht von Jad Mordechaj. Mordechaj Anielewicz war ein Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto. Der 1943 gegründete und nach ihm benannte Kibbuz wurde 1948 von Aegypten angegriffen. Engl.: April 24, 2017. Kibbutz Yad Mordechai, Israel. On the Day of Remembrance of the Holocaust and Heroism, Yom HaShoah at the From Holocaust to Revival Museum. Visitors view a model of the battle of Yad Mordechai. Mordechai Anilevitz was a leader of the revolt in the Warsaw Ghetto. The kibbutz, founded in 1943 and named after him, was attacked by Egypt in 1948.

12. Juni 2017. Armeebasis Tze’elim, beim Kibbuz Tze’elim, Israel. Die palaestinensische Modellstadt Lashabiya gehoert zum Haeuserkampf-Trainingszentrum der Israelischen Verteidigungsstreitkraefte. Nach den Erfahrungen aus der Zweiten Intifada und dem Zweiten Libanonkrieg forderte die Armeefuehrung eine bessere Ausbildung fuer den Kampf in klar umgrenzten urbanen Zentren. Engl.: June 12, 2017. Army Base Tze’elim, near Kibbutz Tze’elim, Israel. The model Palestinian city Lashabiya is part of the Israel Defense Forces’ urban warfare training center. After the experiences of the Second Intifada and the Second Lebanon War, the army leadership demanded better training for fighting in clearly defined urban centers.

5. Dezember 2015. Aboud, Westjordanland. Palaestinensische Frauen trauern um Abed al-Rahman Barghouthi (26), der von den Israelischen Verteidigungsstreitkraeften erschossen wurde. Abed habe eine Messerattacke auf einen Soldaten ausfuehren wollen, sagen die Israeli. Abed sei kaltbluetig erschossen worden, danach haetten die Israeli ein Messer neben seinen toten Koerper gelegt, sagen die Palaestinenser. In dieser Zeit fanden fast taeglich Messerattacken von Palaestinensern statt, die Angreifer wurden in der Regel auf der Stelle erschossen. Engl.: December 5, 2015. Aboud, West Bank. Palestinian women mourn Abed al-Rahman Barghouthi (26), who was shot by the Israel Defense Forces. According to the Israelis, Abed wanted to attack a soldier with a knife. According to the Palestinians, Abed was shot in cold blood and the Israelis subsequently placed a knife alongside his dead body. Knife attacks by Palestinians were a daily occurrence during this period, and as a rule, the attackers were shot on the spot.

21. Januar 2014. Jericho, Westjordanland. Studenten der Universitaet Al-Istiqlal ('Unabhaengigkeit') beim fruehmorgendlichen Training. Sie werden in verschiedenen Berufen im Sicherheitsbereich ausgebildet und auf einen unabhaengigen Staat vorbereitet. Die Abgaenger werden in der Palaestinensischen Autonomiebehoerde angestellt. Engl.: January 21, 2014. Jericho, West Bank. Students at Al-Istiqlal ('independent') University during early morning drills. They are training for various jobs in the security field and preparing for an independent state. The graduates are employed by the Palestinian National Authority.

29. Januar 2014. Efrat, Westjordanland. Juedische Siedler aus Efrat bei einer Schiessuebung auf dem Uebungsgelaende Caliber 3 in der Naehe ihrer Siedlung. Caliber 3 ist eine israelische Ausbildungsstaette für Terrorbekaempfung, etwa fuer Israelis, die in Sicherheitsberufen arbeiten, oder fuer Siedler. In den letzten Jahren etablierten sich Einrichtungen dieser Art als Touristenattraktion. Diese Siedler nehmen an einem Sicherheitskurs teil. Auf ihre Motivation angesprochen, sagen die meisten: 'Awareness'. Engl.: January 29, 2014. Efrat, West Bank. Jewish settlers from Efrat at target practice on the Caliber 3 training grounds, close to their settlement. Caliber 3 is an Israeli anti-terror training site for, for instance, Israelis who work in security jobs for settlers. In recent years, these types of facilities have become tourist attractions. These settlers are participating in a security course. When asked what their motivation is, most say, 'awareness.'

Past

Identity Spots

Vernissage am 23. Januar 2019 um 19 Uhr Ausstellung vom 24. Januar - 03. Februar 2019

Foto: Daniel Chatard

 

Orte und Geschehnisse formen die Identität: eines Landes, einer Gruppe von Menschen, oder eines Individuums. Manches  schneidet sich in unser Leben ein, markiert einen Wendepunkt und prägt uns von dort an. Bachelor-Absolventen sowie Finalist*innen beim VGH-Fotopreis des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie nähern sich diesen Geschehnissen und Orten an – in höchst unterschiedlichen, persönlichen Herangehensweisen.

In der Serie »Portrait of an Artist as an Old Man« zeigt Mirja Maria Thiel den 81-jährigen Fotografen Fritz Dressler, der seit einigen Jahren an Alzheimer erkrankt ist. Der ehemalige Entwurfsprofessor für Fotografie und »bewegte Bilder« an der Hochschule der Künste in Bremen ist einsam geworden in seinem Heimatdorf Worpswede. Doch das Bewusstsein seiner Selbst – eines Menschen, der sich als Künstler versteht und seine Präsenz dadurch bewahrt – ist immer noch lebendig: »Ich bin nicht tot, ich laufe!«

Navid Bookani erzählt in »On the Run from her Father« von Tahmineh Yousefie, die bei einer Säureattacke durch ihren Vater und ihren Bruder schwere Verletzungen erleidet. Gemeinsam mit ihrer Schwester flieht die junge Frau aus dem Iran nach Hannover und kämpf seitdem tagtäglich gegen die Folgen dieses traumatischen Erlebnisses.

Im Herzen Bayerns lebt die 22-jährige Jessica K. mit ihrer selbstgewählten Familie aus Freunden. Durch Techno, Internet und Drogensucht versuchen diese jungen Menschen in der Welt zurechtzukommen. Alexander Schuktuew wirft mit seiner Bachelorarbeit »JESS« die Frage auf, wie es uns gut gehen kann, wenn wir alles und mehr haben und doch unglücklich sind.

Die Uckermark zählt zu den am dünnsten besiedelten Regionen in Deutschland. In der Gegend im Norden Brandenburgs leben auf einem Quadratkilometer gerade einmal 39 Menschen. In seiner Bachelorarbeit portraitiert Danilo Haferjunge Menschen und fragt sie, was sie in dieser Region hält oder warum sie sich dazu entscheiden, ihre Heimat zu verlassen.

Auch Tobias Brabanskiwidmet sich mit seiner Bachelorarbeit »Make Braunlage Great Again« einem Ort und seinen Bewohnern. Glaubt man den Berichterstattungen über Braunlage, dann könnte man meinen, dem kleinen Ort im Harz ginge es, wie vielen Dörfern und Landkreisen in Deutschland, schlecht. Die Arbeit beleuchtet dagegen das Gefühl der Menschen vor Ort: Wie haben sie die Vergangenheit erlebt und wie ist ihre Sicht auf die Gegenwart? Was sind die Probleme im Ort und welche Lösungen gibt es hierfür?

Mit den benachbarten Tagebauen Garzweiler und Inden bildet Hambach im rheinischen Braunkohlerevier die größte CO2-Quelle Europas. Der mit der Förderung einhergehenden Zerstörung von Dörfern, Feldern und des Hambacher Forsts stellen sich Aktivisten entgegen. In seiner Arbeit »Niemandsland« beschäftigt sich Daniel Chatard mit dem daraus resultierenden Konflikt und setzt ein Zeichen für einen vorzeitigen Ausstieg aus der Braunkohle und gegen den fortschreitenden Klimawandel.

Die Arbeit »I Died 22 Times« des VGH-Preisträgers 2018Rafael Heygster handelt von Airsoft, einer Freizeitaktivität, die dem Spielprinzip von Paintball oder Lasertag ähnelt. Was Teilnehmer als Geländesportart bezeichnen, stößt wegen des stark militärischen Charakters mit kriegsähnlichen Szenarien bei Außenstehenden oft auf Ablehnung und Unverständnis. Die Arbeit hinterfragt, wie das Nachahmen von Krieg in einem Land, das seit 1945 offiziell im Frieden lebt, auf ambivalente Weise zu einer Freizeitbeschäftigung werden konnte.

Mit Einblicken in die Gesellschaft Südafrikas zeigen Lando Hass und Lucas Bäuml auf, wie gespalten das Land auch fast 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid noch ist. Besonders deutlich wird dies in der aktuell hoch kochenden Landdebatte, in der es um eine der grundlegendsten Fragen aus Apartheid-Zeiten geht: Wem gehört das Land? Wer darf es seine Heimat nennen? Die Folgen sind politische Instrumentalisierung, Rassismus, sowie Radikalisierung, welche die Gesellschaft noch weiter auseinandertreibt.

In der Serie »The Heart of a Seal« erforscht Lukas Kreibig die Stadt Uummannaq: Eine abgelegene Stadt in einer atemberaubenden Landschaft auf einer arktischen Insel in Westgrönland mit ca. 1300 Einwohnern und mindestens doppelt so vielen Hunden. Traditionen wie die Jagd von Robben und Narwal und der Trommeltanz werden hier seit Generationen betrieben und haben die Kultur geprägt. Doch 2018 war der wärmste Winter in der Arktis seit Anbeginn der Messungen und die Inuit müssen dabei zusehen wie nicht nur das Eis, sondern auch ihre Kultur verschwindet.

In den Arbeiten der Ausstellung »Identity Spots« kristallisieren sich aus Einzelschicksalen Konflikte heraus, die uns alle beschäftigen, auf stets unterschiedliche Weise. Sie machen betroffen, doch bieten auch einen Ansatzpunkt, die Zukunft zu gestalten. Mit ihren Bildsprachen nutzten die Fotograf*innen die Möglichkeit, Menschen für ihre Themen zu sensibilisieren und laden die Besucher dazu ein, ihre eigene Position zu finden.

 

Während eines Spiels steigen Spieler aus einem ausrangierten Opel Corsa. Zu größeren Events bringen einige Teams eigene Fahrzeu- ge mit.Foto: Rafael Heygster

NavidBookani-012 Tahmineh Yusefie, victim of an acid attack, stands on her balcony, smiles and cuddles her dog. In the background we can look inside her living room in her flat in Hanover, Germany, the house opposite is mirrored in the window. July 22, 2016 Significance of the photo: Despite her pain and her past she still has joy, tenderness and hope. What cannot be seen in the picture, is that she abandoned the dog a few days later. So the picture became a symbol for the trauma that left her craving for closeness and at the same time made her so incapable of bonding. Circumstances: Tahmineh invited the photographer for dinner at her flat in Hanover, Germany. They sat talking, when she played with the puppy he took pictures.Foto: Navid Bookani

South Africa, Soshanguve, 11.09.2018 // Landgrabbs are occurring more often lately. In this instant, like in many others, the police refused to clear the settlement, so the Red Ants eviction-service was called in. Workers of the Red Ants security group found drinking water in a house they demolished. Instantly a wrangle for the drinking water occurred. // Lucas BäumlFoto: Lucas Bäuml

Niemandsland_2000px-7Foto: Daniel Chatard

MMT_Portrait of an Artist as an Old Man_03Foto: Mirja Maria Thiel

Uummannaq means a heart-shaped mountain. In this case, it‘s not a human heart the Inuit talk about—it‘s the heart of a seal. At the foot of this mountain, 590 km² north of the Polar Circle in western Greenland, lies a town with the same name: Uummannaq. A remote island inhabited by 1325 individuals, the village is connected only by ships and a helicopter to the outside world.Foto: Lukas Kreibig

Tobias_20170215_81453Foto: Tobias Brabanski

 

Alexander Schuktuev_JessFoto: Alexander Schuktuew

15112018_3698bFoto: Danilo Hafer

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Dima-Ein Leben im Leistungssport

Vernissage am 19. Dezember 2018 um 19 Uhr Ausstellung vom 20. Dezember - 13. Januar 2019

Fotos: Michael Neugebauer

An Heiligabend und Silvester bleibt die Galerie geschlossen. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag sowie an Neujahr haben wir aber regulär von 12-18 Uhr für Sie geöffnet.

Große Triumphe und schmerzliche Niederlagen: Der Judokämpfer Dimitri Peters, Spitzname »Dima«, ist mit beidem vertraut. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann Peters überraschend die Bronzemedaille, verpasste aber vier Jahre später die Qualifikation für die Spiele in Rio des Janeiro. Immer dabei war Fotograf Michael Neugebauer, der Peters seit sieben Jahren begleitet und mit seinen Bildern einen unmittelbaren Blick auf eine aufreibende Leistungssportkarriere ermöglicht.

Das Fotoprojekt »Dima« zeigt seinen Lebensweg in vielfältigen Momentaufnahmen und sucht auch den Blick über den sportlichen Tellerrand. Peters ist ein leidenschaftlicher Familienmensch und hat schon als Aktiver seine weitere berufliche Karriere bei der Berufsfeuerwehr geplant. Als Russlanddeutscher, der im Alter von acht Jahren aus Sibirien in die Bundesrepublik kam, dient er zudem als Symbolfigur für eine gelungene Integration in und durch den Sport.

Dimitri Peters kam über die Durchgangslager Friedland und Kiel nach Rotenburg an der Wümme. Schnell lernte er Deutsch und probierte einige Sportarten aus, wie Leichtahletik, Karate und Fußball. Schließlich landete er beim Judo. Diese Sportart sollte sein Leben die folgenden 20 Jahre entscheidend bestimmen. Zu seinen größten Erfolgen gehörten der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in London und bei den Weltmeisterschaften 2013 in Rio de Janeiro 2013 und 2015 in Astana. Seine größte Enttäuschung war sicherlich die Nichtberücksichtigung bei den Olympischen Spielen in Rio, wo nur ein deutscher Sportler zugelassen war. Im September 2017 hängte Dimitri Peters seine aktive sportliche Laufbahn an den Nagel. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Notfallsanitäter/Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr Hannover.

Der 49-jährige Fotograf Michael Neugebauer lebt und in Hannover. Zuvor hat er mehrere Ausbildungen absolviert und verschiedene Berufe ausgeübt, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Eine geschenkte Revueflex entfachte die Leidenschaft. Nach zwei Jahren Praktika bei Industrie- und Werbefotografen machte er 1994 eine Ausbildung zum Fotografen. Seit 1997 arbeitet er freiberuflich und realisiert neben seiner beruflichen Fotografie unterschiedliche Ausstellungsarbeiten und Projekte.

Seine Auftragsarbeiten umfassen zahlreiche Künstlerportraits, insbesondere von Schauspielern und Musikern. Einem größeren Kreis wurde er erstmals durch sein Buch »Sommersprossen« bekannt, dass 2001 in der Edition Stemmle erschienen ist. Seine freien Arbeiten zeigen Landschaften, Stadtansichten und immer wieder Portraits. 2009 wendete er sich erstmals der dokumentarischen Fotografie zu und begleitete die Triathletin Lena Brunkhorst ein Jahr lang. Durch diese Arbeit gerieten immer mehr Sportler in seinen Fokus, bis er schließlich im Jahr 2011 den Judoka Dimitri Peters traf.

Dima 02_GAF

Dima_DM in Riesa_2013

Dima 01_GAF

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