Past

Aus der Nähe ist die Ferne gar nicht so weit weg – Bachelor 2021 | 2

Ausstellung vom 25. Juni – 04. Juli 2021, täglich von 12 bis 20 Uhr

Foto: Konstantin Tönnies

Die Bachelorausstellung der hannoverschen Fotostudent*innen ist in dem 10-tägigen Veranstaltungszeitraum täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet! Es herrscht Maskenpflicht.

„If your pictures aren’t good enough, you aren’t close enough“. Die Verhältnisse von Nähe und Distanz sind aus den Fugen geraten. Robert Capas in die Jahre gekommenes Diktum verliert vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiter an Bedeutung. 20 Student*innen des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie wagen sich in ihren Abschlussarbeiten an eine Neuverhandlung. Wie kann die Überwindung von Distanzen Unverständliches verständlicher machen? Wann rückt sie Verdrängtes in bedrohliche Nähe? Wie lässt sich die eigene Lebenswelt aus kritischer Distanz heraus betrachten, dokumentieren und verhandeln? Deutlich wird eine vielfältige Verwobenheit – sowohl synchron als auch diachron – in und von privaten, gesellschaftlichen und historischen Dynamiken und Prozessen.

Shirin Abedi / Invisible Students
Eine*r von vier Schüler*innen fühlt sich in der Schule nicht sicher und insgesamt 60 Prozent erleben Isolation, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, während sie ihrer Schulpflicht nachkommen. Wie prägt Mobbing während der Schulzeit das Leben der Betroffenen langfristig? Und was können wir als Gesellschaft dagegen tun?

Katharina (41) lives in Stuttgart and was bullied from first to tenth grade. On 9th January 1994, the last day of her christmas holidays, she wrote in her diary: Because I am scared“. Eine*r von vier Schüler*innen fühlt sich in der Schule nicht sicher und insgesamt 60 Prozent erleben Isolation, Hänseleien oder sogar körperliche Gewalt, während sie ihrer Schulpflicht nachkommen. Wie prägt Mobbing während der Schulzeit das Leben der Betroffenen langfristig? Und was können wir als Gesellschaft dagegen tun? Shirin Abedi möchte in ihrer Arbeit Invisible Students verstehen, wie Diskriminierung und Xenophobie in unserem Bildungssystem – einem Mikrokosmos unserer Gesellschaft – toleriert und über Generationen weitergegeben werden.

Carlos Bafile / Du kannst mich am Bauch riechen
„Wir fahren zurück vom Wald. Die Kinder sind alle dreckig und müssen vor dem Abendessen duschen. T. weigert sich. ‚Ich habe gestern schon geduscht‘. Wir erklären, dass alle im Wald geschwitzt haben und nun nicht mehr so sauber sind. T. will nicht aufgeben. ‚Ich stinke nicht. Du kannst mich am Bauch riechen.‘“ Im gleichnamigen Projekt erzählt Carlos Bafile vom Leben und Alltag der Kinder in der Jugendeinrichtung Hof Anders.

„Wir fahren zurück vom Wald. Die Kinder sind alle dreckig und müssen vor dem Abendessen duschen. T. weigert sich. ‚Ich habe gestern schon geduscht‘. Wir erklären, dass alle im Wald geschwitzt haben und nun nicht mehr so sauber sind. T. will nicht aufgeben. ‚Ich stinke nicht. Du kannst mich am Bauch riechen.‘“ Im gleichnamigen Projekt erzählt Carlos Bafile vom Leben und Alltag der Kinder in der Jugendeinrichtung Hof Anders.

Lukas Becker / Mehr Eltern* für alle
Müssen wir mit dem Kinderkriegen zwangsläufig unser freies, selbstbestimmtes Leben aufgeben? Endet der Traum von Revolutionen tatsächlich mit dem Eingehen elterlicher Verpflichtungen? Lukas Becker erzählt uns in Mehr Eltern* für alle die Geschichte einer Patchwork-Familie, die den Zwängen eines Familienideals konsequent auszuweichen versucht.

Lukas Becker / Mehr Eltern* für alle

Vasil Dinev / Homo Ludens
Vasil Dinev widmet sich in seiner Arbeit der traditionellen Maskerade in Bulgarien. Von West nach Ost bereiten sich Männer, Frauen und Kinder in jeder Ecke des Landes auf das jährlich stattfindende Fest vor, an dem die „Kukeri“ – die bösen Geister und die Krankheiten – vertrieben werden. Die indoeuropäischen Wurzeln dieses Fests untersuchte der bulgarische Anthropologe G.S. Rakovski zum ersten Mal im Jahr 1857. Wie wurde eine Tradition zu einem Fest und was bedeutet die Maskerade für die Menschen, die daran teilnehmen?

DSCF5250

Tobias Eineder / Auf der Kippe
Rauchen ist Ansichtssache. Tobias Eineder taucht in seiner Arbeit Auf der Kippe in die konstruierte Welt des (Tabak-) Rauchens ein. Er wechselt die Blickwinkel zwischen Rauchenden und Nicht(mehr)rauchenden, zwischen pro und contra, Genuss und Verstand und den Positionen dazwischen.
Tobias Eineder / Auf der Kippe
Frederike Finster / Du bist ja noch jung
„Du bist ja noch jung und gesund.“ Zwei Adjektive, die oft untrennbar miteinander verbunden sind. Als wäre das die Norm und alles andere die Abweichung davon. In Du bist ja noch jung begleitet Frederike Finster vier junge Frauen mit einer vermeintlich unsichtbaren, chronischen Krankheit: Migräne, Endometriose, Rheuma oder Lipödem.
Frederike Finster / Du bist ja noch jung
Anna Fritsche / Weil es nie einen richtigen Ort dafür gibt
Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und wird dennoch viel zu wenig thematisiert. Anna Fritsche gibt in ihrer Arbeit betroffenen Frauen eine Stimme und schafft einen Ort, an dem sie ihre Erlebnisse erzählen können.
Michael Galian / Alles besseder
Michael Galian fotografiert seine Mutter, die aus Surgut in Westsibirien, Russland nach Lod in Israel umzieht. Sofia Galian, 58, hat ihr ganzes Leben als Lehrerin für Russische Sprache und Literatur gearbeitet. Jetzt muss sie sich in einem neuen Land einleben.Das neue Leben in Israel ist Teil eines fortlaufenden Projekts.
Michael Galian / Das neue Leben in Israel
Judith Gawol / Spielzeit 20/21
In ihrer Abschlussarbeit beschäftigt sich Judith Gawol mit der Theaterszene während der Corona Pandemie. Begegnungen mit Menschen in Krisenzeiten.
Judith Gawol
Arne Gutknecht / Identität – Zwischen Selbstbeobachtung und Selbstdarstellung
Arne Gutknecht macht auf den Zwiespalt zwischen gedachtem und gelebtem Leben aufmerksam. Mit bewusst gewählten Standpunkten zu diesem Thema beleuchtet er die Facetten, die in ihrer Gesamtheit die Identität bilden, um aus dem „was sein kann“ ein „was ist“ zu machen.
Arne_Gutknecht_GAF_Ankündikung_Fotografie
Sara Klatt / Off The Derech
In ihrer Arbeit betrachtet Sara Klatt den Lebenswandel von Aussteiger*innen aus der jüdischen Orthodoxie. Sie setzt sich mit den Herausforderungen auseinander, denen sich Ex-Orthodoxe in der modernen Welt stellen müssen, begleitet ihre Selbstemanzipation und die Suche nach jüdischer Identität außerhalb der Orthodoxie.
Sara Klatt / Off The Derech
Wilma Leskowitsch / Undo
Unser Lebensstil hat dazu geführt, dass kein Fleck in Deutschland unberührte Natur ist. Natürliche Lebensräume unserer Flora und Fauna werden verdrängt und immer mehr Arten sind vom Aussterben bedroht. Expert*innen sprechen schon vom größten Massenaussterben aller Zeiten. Eine Möglichkeit die Schäden rückgängig zu machen ist die sogenannte „Renaturierung“.
Helena Lea Manhartsberger / sex work – lock down
Helena Lea Manhartsberger beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Sexarbeit in Zeiten von Corona in Österreich. Sie interessiert sich dafür, wie Akteur*innen des „körpernahesten“ Gewerbes überhaupt mit Lockdown, Abstandsregeln und Berufsverbot umgehen und wie sie durch die Pandemie kommen.
Helena Lea Manhartsberger
Sofie Puttfarken / alma mater
Ausgehend von ihrem eigenen Erleben der herausfordernden Corona-Pandemie nähert sich Sofie Puttfarken in einem partizipativen Ansatz „alleinerziehenden“ Müttern.  In der fortlaufenden Auseinandersetzung rund um das Thema Mutterschaft versteht die Fotografin alma mater als ein besonders aktuelles Kapitel.
Sofie Puttfarken / alma mater
Malte Radtki / Vexierbild 1917 – ´62
Private Fotoalben sind Objekte, in denen Biografien konstruiert, Selbstentwürfe gefestigt und sowohl zukünftiges Erinnern als auch Vergessen strukturiert werden. Anhand von Alben aus der eigenen Familie blickt Malte Radtki auf den Wandel von Diktatur zu Demokratie und spürt der Erfindung westdeutscher Normalität in den frühen Jahren der BRD nach.
Radtki-Malte
Maria Rohweder / Haus & Hof
Die Einen nennen es „Strukturwandel“, die Anderen „Höfesterben“. Gemeint ist, dass immer weniger Landwirt*innen auf immer mehr Land wirtschaften. Maria Rohweder stellt in ihrer Arbeit Haus & Hof u.a. den Bauernhof ihrer Familie in Schleswig-Holstein vor.
Maria Rohweder / Haus & Hof
Ole Spata / Atomzeitalter
Vom Uranabbau für die russische Atombombe bis zur Endlagersuche dokumentiert Ole Spata die Kernenergie in Deutschland. Er zeigt Landschaften und Sozialstrukturen, welche über Jahrzehnte von der zivilen und militärischen Nutzung der Atomkraft geprägt wurden.
AKW Neckarwestheim
Konstantin Tönnies /Adams Erbe
Das Thema Vaterschaft beschäftigt zunehmend die Gesellschaft und ist in aller Munde. Rollenbilder haben sich im Laufe der Jahrzehnte stark gewandelt. Männer sind nicht mehr nur alleinige „Ernährer“ einer Familie. Ihnen kommen zunehmend neue Anforderungen entgegen.
Konstantin Toennies / Vaterschaft
Jonas Völpel / Der tauchende Kater
In Träumen verarbeiten wir unseren Alltag und verknüpfen so frische Erfahrungen mit Altem. In seinem Projekt taucht Jonas Völpel in sein Traumleben ein und visualisiert dies in einem Traumtagebuch.
Darian Weiß / Auf der Suche
Der fotografische Essay führt Darian Weiß entlang Deutschlands längster Straße. Auf knapp 850 Kilometern führt die Bundesstraße 2  durch die östlichen Bundesländer der Republik bis nach Österreich.
Darian Weiß / Auf der Suche

Past

»VGH Fotopreis 2020«

Ausstellung vom 25. Februar 2021 bis 21. März 2021

Foto: Elias Holzknecht

Der VGH Fotopreis 2020 geht an den Fotostudenten Elias Holzknecht. In seiner Arbeit »Schnee von morgen« beschäftigt sich Elias Holzknecht, der 1993 in Längenfeld, Österreich, geboren wurde, mit dem stetig wachsenden Mangel an Schnee, der der Tourismusbranche in den Alpen existenzielle Probleme bereitet. Als eine Folge des Klimawandels wird Schnee heute zunehmend von Menschen gemacht. Neueste Technologien ermöglichen es, natürliche Erfahrungen künstlich zu erzeugen und verwischen die Grenze zwischen Natur und Konstruktion. Elias Holzknechts Arbeit überzeugt durch eine konzeptionelle Herangehensweise, die auf umfassende Recherchen zurückgreift und die Komplexität des Themas in eine packende Visualität und Bildsprache zu überführen mag.

Der VGH Fotopreis ist mit 10.000 Euro bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich Fotografie. Seit 2008 wird er ausschließlich unter den Studierenden des Studiengangs ‚Fotojournalismus und Dokumentarfotografie‘ der Hochschule Hannover (HsH) vergeben. Mit ihrer exklusiven Förderung unterstützt die VGH den international renommierten Studiengang, der über einen deutschlandweit einmaligen Schwerpunkt im Bereich des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie verfügt. Neben der Vermittlung klassischer, bildjournalistischer Bildsprachen richtet sich der Fokus des Studiengangs auf aktuelle Perspektiven des Dokumentarischen und eine zukünftige Praxis bildjournalistischer Visualisierungen.

„Wir freuen uns sehr über das langjährige Engagement der VGH für unseren Studiengang, das uns die Möglichkeit gibt, die hervorragende Arbeit unserer Studierenden über die Grenzen der Hochschule hinaus publik zu machen und finanziell zu fördern“, sagt Prof. Dr. Karen Fromm, Professorin des Studiengangs und Koordinatorin des VGH Fotopreises.

Eine lobende Erwähnung für ihre Arbeiten erhielten als Finalist*innen des Juryprozesses:

 

Valentin Goppel »allá, en la pampa«

Barbara Haas »Resting Farmers«

Wilma Leskowitsch und Fabian Fiechter »Alles wird gut Oleg«

Axel Javier Sulzbacher »Cheran, Dorf des Wiederstands«

Angelina Vernetti »Smile Effekt«

 

Insgesamt haben sich 33 Studierende mit unterschiedlichsten Themen und Erzählstilen um den Preis beworben. Mit der Verleihung des Preises ist eine Ausstellung der Preisträger-Arbeit sowie der Finalist*innen des Juryprozesses in der GAF–Galerie für Fotografie verbunden. Eine den aktuellen Coronaregelungen angepasste Preisverleihung des VGH-Fotopreises findet am Mittwoch, den 9. Dezember 2020, um 19 Uhr in den Räumen der GAF–Galerie für Fotografie in Hannover statt. Parallel wird die Veranstaltung live auf dem YouTube-Kanal des Lumix Festivals gestreamt.

Die Fachjury, die über die Vergabe des VGH Fotopreises 2020 entschieden hat, bestand aus Thorsten Gerke, Bildredaktion des SPIEGEL; Lara Huck, Bildredaktion DIE ZEIT; Lars Lindemann, Fotochef von GEO; Barbara Stauss, Bildredaktion mare und Reporter ohne Grenzen; Michael Thomas, Cheffotograf der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung; Andreas Trampe, ehemaliger Leiter der Bildredaktion des STERN; Prof. Dr. Karen Fromm, Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie und einer Vertreterin der VGH. Als Gewinner des VGH-Fotopreises erhält Elias Holzknecht ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Als Jury freuen wir uns, mit den Finalistinnen und Finalisten des diesjährigen VGH-Fotopreises eine große Bandbreite an Themen und fotografischen Stilen berücksichtigen zu können. Über die Güte von Elias Holzknechts Arbeit ›Schnee von morgen‹ herrschte große Einigkeit. Bei unserem diesjährigen Gewinner gefiel uns das relevante Thema über den Schnee und sein Wegbleiben im Grenzbereich zwischen Natur und Konstruktion. Die Arbeit erzählt fundiert und in vielen Facetten davon. Die Bilder überzeugen inhaltlich und ästhetisch, sowohl als Einzelbilder als auch als Ganzes“, so Barbara Stauss, Bildredaktion mare und Reporter ohne Grenzen.

 

Aus der Arbeit „allá, en la pampa“ von Valentin Goppel, unter den Finalist*innen des VGH-Preis 2020.

Aus der Arbeit „allá, en la pampa“ von Valentin Goppel.

Aus der Arbeit „Resting Farmers“ von Barbara Haas, unter den Finalist*innen des VGH-Preis 2020.

Aus der Arbeit „Resting Farmers“ von Barbara Haas.

Aus der Arbeit „Alles wird gut Oleg“ von Wilma Leskowitsch und Fabian Fiechter, unter den Finalist*innen des VGH-Preis 2020.

Aus der Arbeit „Alles wird gut Oleg“ von Wilma Leskowitsch und Fabian Fiechter.

Aus der Arbeit „Cheran, Dorf des Wiederstands“, von Axel Javier Sulzbacher, unter den Finalist*innen des VGH-Preis 2020.

Aus der Arbeit „Cheran, Dorf des Wiederstands“, von Axel Javier Sulzbacher.

Aus der Arbeit „Smile Effect“, unter den Finalist*innen des VGH-Fotopreis 2020.

Aus der Arbeit „Smile Effect“, von Angelina Vernetti.

Past

Hahnemühle Student Photography Competition 2019

Ausstellung vom 22. Oktober - 29. November 2020

Foto: Jan A. Staiger & Daniel Niedermeier

Der erste internationale Hahnemühle Fotografie-Award richtete sich an Nachwuchsfotograf*innen, die an Hochschulen und Universitäten weltweit studieren, um uns ihre Welt visuell vorstellbar zu machen und über ebendiese in Bildern nachzudenken.

Mit jeweils fünf Fotografien reichten mehr als 700 Fotograf*innen aus über 50 Ländern ihre Arbeiten ein. Nach einem Vorentscheid über 50 Finalist*innen zeichnete die international renommierte Jury, bestehend aus Fotograf*innen, Fotojournalist*innen, Galerist*innen und weiteren erfahrenen Expert*innen der Fotoindustrie, drei Gewinnerarbeiten aus. Die Gewinner*innen und Honorable Mentions des Awards sind nun für sechs Wochen in der hannoverschen Galerie für Fotografie zu sehen.

1.Platz | »simili modo« | Jan A. Staiger & Daniel Niedermeier

Das deutsche Fotografenduo Jan A. Staiger und Daniel Niedermeier  überzeugte die Jury mit einem starken theoretischen Ansatz und der herausragenden künstlerischen Umsetzung. In ihrer konzeptionellen Arbeit »simili modo« entführen uns die Fotografen in vom Menschen erschaffene Scheinwelten. Sie irritieren, regen zum hinterfragen an, lassen ein gesellschaftliches Streben erahnen und greifen gleichzeitig die Grenzen und Möglichkeiten des fotografischen Mediums auf. „Die Umsetzung der Idee ist ausgesprochen gut gelungen. Informationen werden auf verschiedenen Ebenen transportiert und auch handwerklich ist »simili modo« eine herausragende Arbeit, die hervorragend fotografiert und gedruckt ist“,  urteilte die Jury des Awards.

Staiger_Niedermeier_simili_modo_04Foto: Jan A. Staiger & Daniel Niedermeier

2.Platz | »The two parallel« | Karina Bikbulatova

Ebenso überzeugte die Fotoserie »The two parallel« von Karina Bikbulatova  aus Russland. Sie erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die von ihrem Vater verstoßen wurden und nicht wissen, dass sie miteinander verwandt sind. Sie führen zwei komplett unterschiedliche Leben, treffen sich jedoch einmal im Jahr für einen Tag, um etwas zu unternehmen. „Die Geschichte ist faszinierend und zeigt große Sensibilität und Sanftmut. Jedes Bild hat einen anderen Aufbau und dennoch sind alle Bilder sehr gut miteinander verbunden. Die Komposition der Serie ist ausgesprochen kreativ.“,  sagte die Jury. Die skulpturhaften, gar monumentalen Bilder seien wunderschön fotografiert.

4Foto: Karina Bikbulatova

3.Platz | »of suddenly growing up« | Tamara Eckhardt

Mit ihrer Arbeit »of suddenly growing up« nimmt uns die deutsche Fotografin Tamara Eckhardt  mit in den Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf. Hier trifft Sie junge Mütter und erzählt uns auf beeindruckend gefühlvolle und empathische Art- und Weise von den intensiven Lebensrealitäten der jungen Frauen. Die zarten Portraits strahlen ruhig und lassen uns melancholisch am Alltag der Mütter teilhaben. Die Jury war zudem von der fotografischen Umsetzung beeindruckt: „Die Bilder sind wunderbar ausgeleuchtet und bedienen sich einer ungewöhnlichen Farbpalette, die die empathische Wirkung gut transportiert und verstärkt. Einfach gut fotografiert.“.

WEBFoto: Tamara Eckhardt

Des Weiteren wurde die Arbeit »Lost Paradise« von Farnaz Damnabi mit einer lobenswerten Erwähnung ausgezeichnet. Die iranische Fotografin thematisiert in ihrer Arbeit die Unsichtbarkeit von weiblicher Identität innerhalb patriarchalischer Gesellschaftsstrukturen.

IMG_5920Foto: Farnaz Damnabi