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dreizehnzeigen

Vernissage am 25. Juni 2019 um 19 Uhr Ausstellung vom 26. Juni - 07. Juli 2019

Foto: Paul Lehr

TÄGLICH von 12-18 Uhr geöffnet!

»dreizehnzeigen«. Bachelorarbeiten 2019|2 des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie

Die Bachelorausstellung 2019|2 zeigt dreizehn Arbeiten in unterschiedlichen Erzählformen: Dokumentarfilme, Fotobücher, dokumentarische Serien und Reportagen. In ihrer Vielfältigkeit und Bandbreite haben alle Projekte eine Gemeinsamkeit: sie erzählen eine Geschichte, die eng mit dem Menschen und dessen Lebensweise verbunden ist.

Cora Sundmacher beschäftigt sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem Alltag der Patient*innen in der Psychiatrie Wunstorf. Mit ihrer Arbeit möchte sie der Stigmatisierung und Tabuisierung von psychischer Krankheit und Psychiatrien entgegenwirken.

Marcel Wogram’s Abschlussarbeit »The Days Of The Crayfish« setzt sich mit einer Identitätssuche im Bundesland Bayern auseinander und findet seinen Fokus zwischen langjähriger Tradition und aktuellem Fortschritt.

In ihrem Dokumentarfilm »Barcelona – Madrid« begleitet Claudia Levetzow vier Katalanen auf eine Demonstration nach Madrid, auf der sie sich für die Freilassung der katalanischen Politiker und Aktivisten einsetzen wollen, die wegen Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt werden.

»Nicht Aufhören« lautet der Titel von Fabian Mondls Arbeit über die zweite Lebenshälfte in Deutschland. Ein spannender Einblick in das Leben von Menschen im Rentenalter und ihrem Drang nach Beschäftigung. Ein Thema zu einem aktuellen Diskurs.

In seiner Portraitserie »Großer Sport!« zeigt Jan Helge Petri individuelle Hobby-Sportler, die sehr unterschiedlich sind, aber eines verbindet: die Liebe zu ihrer Sportart.

Die Arbeit »Heartbeat of a Mango Tree« von China Hopson setzt sich mit dem Schicksal von Reggae-Veteranen auf Jamaika auseinander und zeigt in Form von Portraits und essayistischen Aufnahmen ihre persönliche Sicht auf das Land, dessen Musik im November 2018 von UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde.

Florian Thoss setzt sich in seiner Arbeit »éadóchas« mit Nordirlands steigender Suizidrate auseinander. Dabei fokussierte er sich dabei auf den Stadtbezirk North Belfast.

In der Nacht fotografierte Niklas Grapatin unter der Sternbrücke in Hamburg. Hier ist eine Parallelwelt entstanden, wie sie in der Stadt kaum noch zu finden ist. Ein Ort der Realitätsflucht und Unberechenbarkeit, der vor dem Untergang steht. Wie sieht ein Ort, der normalerweise mit Menschen überfüllt ist, ohne diese aus?

Die Arbeit „»Insel der Stille« beschäftigt sich mit der Suche nach eigener Identität und führt Kateryna Kostyrko in leerstehende Freibäder während der Winterpause. Eine andere Sicht auf den bekanntesten öffentlichen Ort im Sommer mit einem Hauch Melancholie und Sehnsucht.

Die Abschlussarbeit »in bloom« von Paul Lehr ist eine fotografische Annäherung an unterschiedliche Männlichkeitsideale im Kontext des senegalesischen Ringens in Dakar. Sie wirft Fragen im Hinblick auf Körperlichkeit, Inszenierung und Intimität auf.

Florian Manz begleitet in seinem Film die junge Frau Hazel, die im Hambacher Forst einen Baum besetzt und für den Erhalt unserer Natur kämpft.

Das Fotobuch »Still Here« von Vivian Rutsch erzählt auf persönliche Weise von den ungeklärten Todesfällen und sexuellem Missbrauch in ihrer Familie.

In seiner Arbeit »Paradies« versucht Lukas Kreibig das dunkle Kapitel seiner Jugend als Schulverweigerer aufzuarbeiten. Er geht nach Jahren des Verdrängens zu den Orten und Geschehnissen dieser Episode. In diesem Prozess der Konfrontation kombiniert er emotionale und abstrakte Fotografie mit alten Dokumenten und Bildern und lässt uns tief in die innere Gefühlswelt dieser für ihn schwierigen Zeit blicken.

Langeweile, ausharren und sich die Zeit vertreiben bis etwas passiert sind Alltäglichkeiten auf der Akutstation 10.1 in der Psychiatrie Wunstorf. Manchmal sitzen Patient*innen stundenlang herum ohne etwas zu tun. Foto: Cora Sundmacher

Foto: Florian Manz

Foto: China Hopson

Foto: Fabian Mondl

Foto: Florian Thoss

Foto: Niklas Grapatin

Vivian_rutsch04Foto: Vivian Rutsch

 

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CTRL-X. A topography of e-waste

Vernissage am 15. Mai um 19 Uhr Ausstellung vom 16. Mai - 16. Juni 2019

Fotos: Kai Löffelbein

Entgegen den regulären Öffnungszeiten hat die Galerie auch am Pfingstmontag, den 10. Juni geöffnet.

Der verantwortungslose Umgang mit begrenzten Ressourcen ist eines der dringlichsten Probleme der globalisierten und digitalisierten Welt. Elektronische Geräte sind zu unseren alltäglichen Begleitern geworden, ein Leben ohne sie ist heute unvorstellbar. Während wir uns über den Konsum und die neueste technische Ausstattung definieren, machen wir uns über Verbleib und Entsorgung unserer ausrangierten Computer, Handys, MP3-Player und Tablets nur wenige Gedanken.

In Ctrl-X. A topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichen Elektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenarien: auf der Mülldeponie von Agbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi in Indien. Der Müll gelangt per Schiff und falscher Deklaration illegal dorthin, um die teuren Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Auch Hinweise auf den ehemaligen Heimatort Deutschland fand der Fotograf dort. Aufkleber auf den Geräten verrieten die Herkunft.

„Angefangen hat das alles damit, dass ich mich selbst gefragt habe, was mit meinem eigenen Elektroschrott eigentlich passiert. Ich habe natürlich berufsbedingt als Fotograf viel mit Elektronik zu tun“, sagt Löffelbein in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur.

Eindringlich legen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittels derer die Arbeiter – teilweise noch Kinder – Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupfer herauszulösen. Ihnen sind die konkreten schädlichen Folgen der dabei freigesetzten Giftstoffe wie Arsen, Blei oder Kadmium größtenteils nicht klar. Aber wenn sie morgens mit einem verquollenen Hals und zugeschwollenen Augen aufwachen, dann ahnen sie, dass ihre Arbeit nicht gesund ist. Mit seinem Blick auf die zerstörerische Seite der Digitalisierung will Löffelbein Aufklärung leisten. Und er will erreichen, dass diese Verhältnisse sich ändern.

Kai Löffelbein, 37, lebt als Dokumentarfotograf in Hannover. Studiert hat er politische Wissenschaften in Berlin und Fotojournalismus und Dokummentarfotografie an der Hochschule Hannover. Sein Interesse gilt vor allem den Auswirkungen der politischen und ökonomischen Strukturen unserer Zivilisationgesellschaft. Viele seiner Arbeiten sind persönliche Projekte, die er ohne Auftrag realisiert.

Kai Löffelbein hat dafür in zahlreichen Ländern Südamerikas, Asiens, Afrikas und Osteuropas fotografiert. Seine Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen gezeigt und vielfach international ausgezeichnet, u.a. vom Magnum Emergency Fund, UNICEF Photo of the Year, Days Japan, Henri Nannen Award, PDN Photo.
Die GAF zeigt die bislang größte Ausstellung von Kai Löffelbein in Deutschland.

 

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

In Ctrl-X, a topography of e-waste zeichnet Kai Löffelbein die undurchsichtigen Wege westlichenElektroschrotts nach und fotografiert geradezu postapokalyptische Szenerien: auf der Mülldeponie vonAgbogbloshie in Ghana, in der Müllhauptstadt Guiyu in China und in den Hinterhofhalden von Neu-Delhi inIndien. Der Müll gelangt illegal ins Ausland, um teure Recyclingprozesse im Westen zu umgehen. Eindringlichlegen Löffelbeins Fotografien die hochgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Methoden offen, mittelsderer die Arbeiter, teilweise auch Kinder, Elektrogeräte zerlegen, um wiederverwertbare Rohstoffe wie Kupferherauszulösen.

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Bittersweet

Vernissage am 03. April um 19 Uhr Ausstellung vom 04. April - 05. Mai 2019

Fotos: Michel Vanden Eeckhoudt

Entgegen den regulären Öffnungszeiten hat die Galerie auch am Ostermontag, den 22. April und am Mittwoch, den 1. Mai geöffnet.

Der belgische Fotograf Michel Vanden Eeckhoudt war ein Streethunter. Sein Jagdgebiet, wenn man es so bezeichnen will, war die Straße und manchmal, wie in Zoos, auch der halböffentliche Raum. Im Jahre 2015 ist der Fotograf, der sich weltweit einen großen Namen gemacht hatte, nach langer schwerer Krankheit gestorben. Jetzt zeigt die GAF eine Retrospektive seines Schaffens.

Auf seinen Streifzügen mit der Leica durch die Straßen der Welt hat er immer wieder Tiere fotografiert. Niedlich sind diese Bilder nicht. Humor haben sie, aber dann stellt sich im Nachklang jedoch häufig eine zweifelnde Bitterkeit ein. »Bittersweet», Titel dieser Ausstellung und auch seines Fotobandes beim Kehrer Verlag, trifft den Charakter seiner Arbeit ins Schwarze. Es sind mysteriöse Bilder, fast schon surreal. Vieles in ihnen versteht man erst auf den zweiten Blick. Dann aber trifft es die Seele. So wie das Porträt des Affen Ouakari. Sein glatzköpfiger und unbehaarter Kopf sieht irgendwie verbeult aus und gleicht einem Monster aus einem Alptraum, dabei aber irgendwie anrührend. Seine feingliedrigen menschlichen Hände drücken an die Glaswand seines Gefängnisses. Die langen Haare seines Fells umwabern ihn wie ein Pelzmantel. »Dieser charmante Prinz, der in einer abstoßenden Erscheinung eingesperrt ist«, so schrieb ein Kritiker, »fleht uns mit ausgestreckten Armen an, von seinem Bann befreit zu werden.«
Die Gefangenschaft von Tieren ist eines von  Vanden Eeckhoudts großen Themen, seit seinem ersten Zoobesuch als Jugendlicher. Und so hat er – inzwischen Fotograf –  neben der Welt der französischen Vorstädte und der Arbeiterklasse, sich in seiner Arbeit auch immer wieder der Tierwelt gewidmet. Daran interessierte ihn besonders das Verhältnis von Tieren zu Menschen und die Lebensumstände von Wildtieren in Zoos. Seine verstörenden Fotos von ihnen sind niemals reißerisch, aber stets pointiert. Die Tiere sind lediglich die Platzhalter für uns Menschen. Anhand  von ihnen beschreibt er seine Sicht auf die Welt.

»Ich mag es, dass die Bilder Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen«, sagte er einmal. »Deshalb beschränke ich die Legenden auf das Nötigste. Wenn wir zu viele Details angeben, kann dies den Pfad, der dem Betrachter angeboten wird, einschränken. Eine gewisse Mehrdeutigkeit gefällt mir. Humor und Schmerz, Leichtigkeit und Angst: Diese beiden Facetten sind in meiner Arbeit immer präsent. Das Leben ist so.«

Michel Vanden Eeckhoudt (*1947 in Brüssel) war Mitglied der französischen Agentur Vu seit ihrer Gründung 1986. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem in der Galerie Delpire, Galerie Vu, Galerie Camera Obscura, Paris; Box Galerie, Brussels; Leica Gallery, Tokyo and Solms; ICP New York; Musée de l’Elysée, Lausanne; Musée de la Photographie, Charleroi; Centro Andaluz de la Fotografia , Almeria. Sein Lebenswerk wurde in insgesamt 12 Büchern publiziert.

 

INDIA 2008

LE CAIRE 1993

NEW YORK 1982

ILE MAURICE 1991

ALLEMAGE 1997

ALLEMAGE 1978