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Tom Krausz: Aussichten – Bruchstellen in Stadt- und Naturlandschaften

Eröffnung am 22. Juli 2015 um 19:00 Uhr Ausstellung vom 23. Juli - 30. August 2015

In der Serie „Aussichten“ geht Tom Krausz auf Spurensuche in Deutschland.

Auf seiner Reise fotografierte Krausz Stadt- und Naturlandschaften, in denen sich gesellschaftliche Veränderungen als Irritationen und Bruchstellen einschreiben.

Auf diese Weise wird der vermeintlich freie Blick ins Land zu einer Aussicht mit Stolpersteinen. Während die „optischen Brüche“ in einigen Motiven offen zu Tage treten, sind es in anderen Bildern subtile Störelemente, die den Blick irritieren und von BetrachterInnen aufgespürt werden müssen.

„Aussichten“ eröffnet Perspektiven auf eine sich in Veränderung befindliche Welt und nimmt dabei das Unharmonische unserer Umgebung in den Fokus. Dabei wird vermeintliche „Natur“ stets als vom Menschen beeinflusste Kulturlandschaft entlarvt.

Tom Krausz versteht die Serie „Aussichten“ als Hommage an das Buch „American Prospects“ des amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld, dass gesellschaftliche Umbrüche im Amerika der 80er Jahre dokumentiert.

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Tom Krausz - Aussichten3

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Hochschule Hannover, Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie Eröffnung am 01. Juli 2015 um 19:00 Uhr Ausstellung vom 02. Juli - 12. Juli 2015

Zum zweiten Mal zeigt die GAF in diesem Jahr die Abschlussarbeiten des Studienganges Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover. Zweimal im Jahr präsentieren die Bachelor-Absolventen zukünftig ihre Abschlüsse in der GAF. Damit möchten wir auch der hannoverschen Öffentlichkeit die Abschlüsse eines Studiengangs zeigen, der auf seinem Gebiet zu den besten der Welt zählt. Während den Ausstellungswochen ist die Galerie ausnahmsweise jeden Tag geöffnet, von 12–18 Uhr. Es sind Bachelorarbeiten von Jonas Wresch, Felix Schledding, Matthias Döring, Philipp Jeske, Agnieszka Krus, Moritz Küstner, Sophia Mahnert, Frederic Schmidt und Martin Smolka zu sehen. Beitragsbild: Jonas Wresch

 

Jonas Wresch

Kolumbiens Weg zum Frieden zeigt Jonas Wresch am Beispiel des kleinen Bauerndorfes Toribio, das zu den am härtesten umkämpften Orten in Kolumbien zählt. (Foto: Jonas Wresch)

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In der Fotoreportage „Hauptsache, Du bleibst bei mir“ erzählt Matthias Ferdinand Döring die Geschichte eines Mannes, der wegen seiner Krebserkrankung einen Umbruch in der Beziehung zu seiner Frau und seiner Familie erlebt. Jahrelang konnte er darüber schweigen. Doch seit einem halben Jahr ist der Krankheitsverlauf so fortschreitend, dass er die Situation nicht mehr weiter verdrängen kann. Die Ärzte stellen ihn vor eine schwere Entscheidung. Während die Familie mit der Ungewissheit und der Angst vor dem Verlust des Familienvaters kämpft, bewegt sich der Fotograf in der Familie zwischen Nähe und Distanz, zwischen Dokumentation und Gefühl. Die Bilder zeigen die Härte des Unumkehrbaren, genauso wie die Suche nach Bewältigungsstrategien und Wege der Hoffnung. (Foto: Matthias Ferdinand Döring)

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Sophia Mahnert fotografiert die unauffälligen und unaufdringlichen Momente des Feierns zu elektronischer Musik und will dabei eine Charakterisierung der Szene schaffen, ohne dieser sehr verschlossenen Welt das Geheimnisvolle zu nehmen. (Foto: Sophia Mahnert)

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Der Titel von Frederic Schmidts Fotobuch Peit tii bey ist gleichzeitig das Khmer Wort für das dritte Geschlecht. Menschenrechtsverletzungen sind in Kambodscha allgegenwärtig. Besonders betroffen sind diejenigen, die sich nicht mit den klassischen Geschlechterrollen identifizieren. Das Buch gibt einen Einblick in die Lebenswelt dieser Menschen. (Foto: Frederic Schmidt)

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Mit seiner Arbeit über die Orinoco Region dokumentiert Felix Schledding das Leben und die Umbrüche in einer wenig besiedelten Gegend zwischen kolumbianischen Hochland und dem Amazonas. (Foto: Felix Schledding)

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Moritz Küstners Thema sind die Krimtataren.  Seit der Annexion der Krim durch Russland ist für die islamische Minderheit der Krimtataren erneut eine schwere Zeit angebrochen. Ihre pro ukrainische Haltung wird ihnen nun zum Verhängnis, genau wie ihnen 1944 zum Verhängnis wurde, dass sie in den Augen Stalins mit den Deutschen kollaboriert haben. (Foto: Moritz Küstner)

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Philipp Jeske hat die ukrainische Armee begleitet, die auf Grund der Minsker Abkommen 30km enfernt von den Feindesstellungen im Donbass auf ihren Einsatz wartet. (Foto: Philipp Jeske)

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Agnieszka Krus zeigt die harte Arbeit der Kohlebergarbeiter in Schlesien und deren Angst, durch die Schließung der Bergwerke ein Stück Identität zu verlieren. (Foto: Agnieszka Krus)

 

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LEAVING

Aufbrechen, Abhauen und Weggehen Eröffnung am 22. April 2015 um 19:00 Uhr Ausstellung vom 23. April - 28. Juni 2015

Sechs Fotografinnen und Fotografen erzählen Geschichten zum Thema Aufbrechen, Abhauen und Weggehen, von Zuhause, aus einer gewohnten Umgebung, aus einem Land, aus dem Alltag, um die Welt zu bereisen, oder weil es nicht anders geht.

Karat-Himmel über St.Petersburg entstand im Rahmen einer Diplomarbeit von Wolfgang Müller an der FH Dortmund und wurde 2003 mit dem BFF-Förderpreis ausgezeichnet. Über zehn Monate hat er Kinder und Jugendliche zwischen Obdachlosigkeit, Drogenkonsum und Prostitution fotografiert, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist.
In einer weiteren Arbeit zeigt Wolfgang Müller Einblicke in das Leben von Wanderarbeitern in China, die auf der Suche nach einem besseren Leben den Weg in die industriellen Ballungszentren gemacht haben. Mingong: Die Suche nach dem Glück begleitet die Protagonisten zwischen Arbeit und Alltag, aber fragt auch nach ihren Erfahrungen, Zielen und Träumen.

Mateusz Sarello verarbeitet in Swell eine Trennung und den untragbaren Zustand des Alleinseins. Er erzählt die Geschichte einer Reise, deren Ziel und auch Zweck sich durch eine unerwartete Wendung verändert und ihn an Orte der Erinnerung zurückführt.

Eine bewegende Dokumentation von Trennung und Wiedersehen zeigt Diana Markosian in ihrer Geschichte Inventing My Father. Als sie sieben Jahre alt war, brachte ihre Mutter sie und ihren Bruder in die USA. Der Vater blieb in Russland zurück. Mit 23 hat sie den Entschluss gefasst, sich gegen den Willen ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem Vater zu begeben.

In you can call me a gypsy if you want to begleitet Linda Bournane Engelberth rumänische Roma in Norwegen. Sie leben im ständigen Wandel zwischen kleinen Dörfern in Rumänien und den Straßen europäischer Städte um Geld zu verdienen und ihre Familien zu ernähren.

Paula, Kevin, Nico und Ole fliehen vor Problemen mit ihren Eltern in ein Leben auf der Straße. Fara Phoebe Zetzsche schafft es in ihrer Alltagsgeschichte Stray Kids intime Momente festzuhalten, aber auch über die Suche nach dem vermeintlichen Glück in Berlin zu erzählen.

Alexander Krack begibt sich in seiner Arbeit morgens nüchtern, am Brunnen, zu Bett in die Welt der Kurorte. Quer durch die Republik hat er sich auf Bildersuche gemacht, um die ganz eigene Ästhetik dieser Orte zu erfassen. Er erzählt von der Flucht aus dem Alltag in eine Welt wunderschöner Natur und seltsam anmutender medizinischer Apparate.

 

Foto: Wolfgang Müller (aus Karat)

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Foto: Linda Bournane Engelberth (aus: you can call me a gypsy if you want to)

Sarello

Foto: Mateusz Sarello (aus: Swell)

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Foto: Alexander Krack (aus: morgens nüchtern, am Brunnen, zu Bett)

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Foto: Diana Markosian (aus: Inventing my Father)

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Foto: Fara Zetzsche (aus: Stray Kids)

"Nastja", aus: "Karat - Himmel über St. Petersburg"

Foto: Wolfgang Müller (aus: „Karat – Himmel über St. Petersburg“)