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Dima-Ein Leben im Leistungssport

Vernissage am 19. Dezember 2018 um 19 Uhr Ausstellung vom 20. Dezember - 13. Januar 2019

Fotos: Michael Neugebauer

Große Triumphe und schmerzliche Niederlagen: Der Judokämpfer Dimitri Peters, Spitzname »Dima«, ist mit beidem vertraut. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann Peters überraschend die Bronzemedaille, verpasste aber vier Jahre später die Qualifikation für die Spiele in Rio des Janeiro. Immer dabei war Fotograf Michael Neugebauer, der Peters seit sieben Jahren begleitet und mit seinen Bildern einen unmittelbaren Blick auf eine aufreibende Leistungssportkarriere ermöglicht.

Das Fotoprojekt »Dima« zeigt seinen Lebensweg in vielfältigen Momentaufnahmen und sucht auch den Blick über den sportlichen Tellerrand. Peters ist ein leidenschaftlicher Familienmensch und hat schon als Aktiver seine weitere berufliche Karriere bei der Berufsfeuerwehr geplant. Als Russlanddeutscher, der im Alter von acht Jahren aus Sibirien in die Bundesrepublik kam, dient er zudem als Symbolfigur für eine gelungene Integration in und durch den Sport.

Dimitri Peters kam über die Durchgangslager Friedland und Kiel nach Rotenburg an der Wümme. Schnell lernte er Deutsch und probierte einige Sportarten aus, wie Leichtahletik, Karate und Fußball. Schließlich landete er beim Judo. Diese Sportart sollte sein Leben die folgenden 20 Jahre entscheidend bestimmen. Zu seinen größten Erfolgen gehörten der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in London und bei den Weltmeisterschaften 2013 in Rio de Janeiro 2013 und 2015 in Astana. Seine größte Enttäuschung war sicherlich die Nichtberücksichtigung bei den Olympischen Spielen in Rio, wo nur ein deutscher Sportler zugelassen war. Im September 2017 hängte Dimitri Peters seine aktive sportliche Laufbahn an den Nagel. Heute absolviert er eine Ausbildung zum Notfallsanitäter/Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr Hannover.

Der 49-jährige Fotograf Michael Neugebauer lebt und in Hannover. Zuvor hat er mehrere Ausbildungen absolviert und verschiedene Berufe ausgeübt, bevor er sich der Fotografie zuwandte. Eine geschenkte Revueflex entfachte die Leidenschaft. Nach zwei Jahren Praktika bei Industrie- und Werbefotografen machte er 1994 eine Ausbildung zum Fotografen. Seit 1997 arbeitet er freiberuflich und realisiert neben seiner beruflichen Fotografie unterschiedliche Ausstellungsarbeiten und Projekte.

Seine Auftragsarbeiten umfassen zahlreiche Künstlerportraits, insbesondere von Schauspielern und Musikern. Einem größeren Kreis wurde er erstmals durch sein Buch »Sommersprossen« bekannt, dass 2001 in der Edition Stemmle erschienen ist. Seine freien Arbeiten zeigen Landschaften, Stadtansichten und immer wieder Portraits. 2009 wendete er sich erstmals der dokumentarischen Fotografie zu und begleitete die Triathletin Lena Brunkhorst ein Jahr lang. Durch diese Arbeit gerieten immer mehr Sportler in seinen Fokus, bis er schließlich im Jahr 2011 den Judoka Dimitri Peters traf.

Dima 02_GAF

Dima 01_GAF

Dima_DM in Riesa_2013

Dima_Postkarte_02

Dima_Postkarte_03

Dima_WM in Budapest_2017