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State of Nature

Vernissage am 13. Dezember 2017 um 19 Uhr Ausstellung vom 14. Dezember - 14. Januar 2018

Der Fotograf Claudius Schulze hat sich den aktuellen Naturzustand und den Naturkatastrophenschutz zum Thema für sein Großprojekt genommen und ist 50.000 km mit einem Kranwagen und seiner Großbildkamera durch Europa gefahren um beeindruckenden Naturaufnahmen zu sammeln. Jede dieser Idyllen hat einen Makel: Alpenpanoramen werden von Lawinenwänden zerschnitten, die Nordseeküste zerfurcht von Wellenbrechern und Palisadenzäunen. Auf allen Fotos ragen Schutzbauten in die Landschaft.

Der Klimawandel ist eine zivilisationsverändernde Tatsache, auch wenn es immer noch Versuche gibt, die Beweise umzudeuten. Im Zeitalter des Anthropozän erhöhen Klimawandel und Extremwetter die Gefahren von Stürmen, Lawinen und Überschwemmungen ständig weiter; entsprechend massiv sind die Eingriffe der Katastrophenschützer. Es geht in diesen Bildern nicht darum, die Grenze zwischen Kultur und Natur zu zeigen. Im Gegenteil: Die Fotografien verdeutlichen, wie sehr die von Menschenhand geschaffenen Bollwerke bereits Teil unseres kollektiven Landschaftsbildes geworden sind. Gerade dort, wo Europa für seine Naturschönheit berühmt ist, in Urlaubs- und Naherholungsgebieten, sind Naturgefahren und –schutz besonders präsent.

Bevor sich Claudius Schulze, geboren 1984, ganz der Fotografie verschrieb, studierte er Politik- und Islamwissenschaft an der Universität Hamburg und nahm am Master-Programm in Conflict Analysis and Resolution an der Sabanci Universität in Istanbul teil. Feinschliff erhielt sein fotografisches Arbeiten an der University of the Arts in London, wo er seinen Master in Documentary Photography and Photojournalism absolvierte.

Er unterrichtete bereits an der University of Applied Sciences and Arts in Hannover, der University of The Arts in London, dem National Institute of Design in Ahmedabad, Indien und der Leuphana Universität Lüneburg. Claudius Schulzes Arbeiten erscheinen in zahlreichen internationalen Publikationen wie GEO, STERN, Der Spiegel, National Geographic Traveler, Smithsonian Magazine, GQ, NEON und The Independent. Seine Fotografien wurden unter anderem in London, New York, Istanbul, Berlin und am Rencontres Arles (FR) ausgestellt. Im Jahr 2012 zählte er zu »Germany`s top 30 journalists under 30«. In diesem Jahr ist bei Hartmann books das Buch »State Of Nature« erschienen. Er wird das Buch anlässlich der Ausstellungseröffnung in der GAF signieren.

Lac d'Émosson, Switzerland

Break water at the port entry of Folkstone, UK. Break waters secure safe port entry for ships also by unruly sea and storms. In addition, they prevent coastal erosion

Der Damm der Dordogne in Bort-les-Orgues ist hauptsächlich zur Stromgewinnung gebaut, verhindetrjedoch erfolgreich die ehemals haeufigen Ueberschwemmungen der Dordogne.

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Oosterscheldekering, The Netherlands. The Netherlands are in an unfortunate situation: not only are large parts of their country below sea level, the vast river delta of Rhine, Maas, and Schelde make a closed-off coastline impossible. Storm surge barriers allow free drainage of river water during normal conditions but can be shut to create a continuous line of sea defence. Known as the Delta Works, the constructions are one of the Seven Wonders of the Modern World.

Fotos: Claudius Schulze