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Black Rain Hibakusha – Die vergessenen Opfer von Hiroshima

Thomas Damm Ausstellung vom 22. Juli - 23. August 2020

Fotos: Thomas Damm

Am 6. August jährt sich der Tag des Atombombenabwurfs auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima zum 75. Mal.

Die Bilanz des ersten Einsatzes einer Atombombe war verheerend. Der Feuerball mit einer Temperatur von 6000 Grad Celsius verbrannte alles. 100.000 Menschen starben unmittelbar, weiter 130.000 bis Ende 1945 an den Folgeschäden, viele weitere in den Jahren danach.

Während den unmittelbaren Opfern des Atombombenabwurfs auf Hiroshima  noch immer in der Öffentlichkeit gedacht wird, sind die Opfer des »Schwarzen Regens«, als solchen bezeichnet man den radioaktiven Niederschlag, weitgehend unbeachtet. Viele von ihnen werden sogar Opfer von Diskriminierung und verheimlichen deshalb aus Angst davor Hibakusha zu sein.

Die Explosion der Bombe, die etwa 100.000 Menschen sofort tötete, schleuderte Unmengen an belastetem Material in die Atmosphäre. Dieses regnete im Umland von Hiroshima nieder und überzog das Land mit einer schwarzen Decke aus Ruß.  Daher die Bezeichnung »Schwarzer Regen«.Viele Menschen kamen damit in Berührung und nahmen darüber radioaktive Strahlung auf. Ihnen, den »kuroi ame hibakusha«, wird auch heute noch jede Anerkennung als Opfer verwehrt. Fotograf Thomas Damm hat zahlreich Hibakusha während zwei Aufenthalten in Japan besucht, mit ihnen gesprochen und sie fotografiert. Seine dichten und intensiven Portraits sollen den vergessenen Opfern von Hiroshima ein Gesicht geben.

Thomas Damm, geb. 1984 in Gießen, hat Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover studiert und 2016 mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Zuvor hat er von 2005 bis 2008 Politik, Philosophie und Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert und 2013 ein Auslandssemester Visual Communication an der Hiroshima City University absolviert. Dort erhielt er für »Black Rain Hibakusha« den Hiroshima City University Student Award.

Die Ausstellung in der GAF ist umrahmt von einer Kunstausstellung in der Weißen Halle, einem Tanztheaterstück der Commedia Futura, zwei Filmvorführungen in der Eisfabrik und einer szenischen Lesung in der Aegidienkirche. Die genauen Programmdaten finden Sie im Flyer am Tresen der GAF.

 

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Der laufende Betrieb der »Galerie für Fotografie« wird unterstützt von:

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